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Die CAN-Verbindung zwischen Ladestation und LMC prüfen

Was Sie der Reihe nach prüfen sollten, wenn das Lastmanagement nicht funktioniert, Ladestation und LMC aber beide online erscheinen.

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Verfasst von Juhan Harm

Wenn das Lastmanagement nicht funktioniert, obwohl sowohl die Ladestation als auch der LMC online erscheinen, liegt die Ursache meist in der Verbindung zwischen ihnen und nicht in einem der Geräte. Gehen Sie die Punkte in dieser Reihenfolge durch – die Software-Prüfungen sind schneller als die physischen und lösen die meisten Fälle.

Beginnen Sie mit dem Steuerkanal, nicht mit dem Kabel

Der LMC wählt seinen Kanal automatisch: Ist CAN verfügbar, bevorzugt er CAN und weicht nur dann auf LAN aus, wenn über CAN keine Kommunikation besteht. Die Ladestation akzeptiert Lastmanagement nur über die Kanäle, die in ihren eigenen Einstellungen aktiviert sind.

Diese Asymmetrie ist der häufigste Grund, warum ein scheinbar fehlerfreier Standort kein Lastmanagement hat. Ist der LMC auf LAN umgeschaltet, weil CAN ausgefallen ist, die Ladestation aber nur CAN aktiviert hat, lehnt die Ladestation das Lastmanagement über LAN absichtlich ab – und trotzdem wird alles als online angezeigt.

„Aber es wird doch Kommunikation angezeigt.“ Der Kommunikationsstatus im Portal stammt vom LMC und zeigt Ihnen, dass eine Verbindung besteht, nicht welche. Fahren Sie mit der Maus über den grünen Punkt, um den Kanal zu sehen. Steht dort LAN, ist CAN ausgefallen – sonst hätte der LMC nicht umgeschaltet.

Was Sie der Reihe nach prüfen sollten

  1. Führen Sie den Health Status für den Standort aus. Er meldet Konfigurationsprobleme beim Lastmanagement und schwache Verbindungen, sodass Sie erkennen, ob es um die Konfiguration oder um die Konnektivität geht.

  2. Prüfen Sie, ob die Ladestation in der LMC-Gruppe ist. Eine Ladestation, die aus ihrer Gruppe herausgefallen ist, steht überhaupt nicht unter Lastmanagement. Siehe Sie haben eine Ladestation ersetzt oder hinzugefügt: Verbinden Sie sie wieder mit dem LMC.

  3. Prüfen Sie die OCPP-Quelle der Ladestation – LMC, wenn die Ladestation keine eigene Internetverbindung hat, Internal, wenn sie eine hat. Eine falsche Quelle verursacht dieselben Symptome wie eine unterbrochene CAN-Verbindung. Siehe OCPP-Quelle der Ladestation.

  4. Vergleichen Sie die aktivierten Steuerkanäle der Ladestation mit dem Kanal, den der LMC verwendet. Wenn sowohl ein CAN-Kabel als auch ein gemeinsames Netzwerk vorhanden sind, aktivieren Sie beide an der Ladestation, damit die automatische Umschaltung des LMC immer auf einem akzeptierten Kanal landet.

  5. Prüfen Sie erst dann die physische CAN-Ebene, siehe unten.

Die CAN-Verkabelung vor Ort prüfen

  1. Prüfen Sie, in welcher Buchse des LMC das Kabel steckt. Am LMC gibt es kein Links und Rechts, sondern Vorder- und Rückseite, und CAN ist die Buchse auf der Rückseite. Die Buchsen sind am Gerät beschriftet. Ein CAN-Kabel in der LAN-Buchse ist ein häufiger und völlig unauffälliger Fehler.

  2. An der Ladestation ist es egal, welche Buchse. Die Ladestation hat zwei RJ45-CAN-Ports, die elektrisch identisch sind – deshalb lässt sich CAN von einer Ladestation zur nächsten durchschleifen. Nur eine Buchse an der Ladestation führt Ethernet, und sie ist beschriftet.

  3. Prüfen Sie die Topologie. CAN verläuft vom LMC zur ersten Ladestation, von deren zweitem Port zur nächsten Ladestation und so weiter. Die letzte Ladestation in der Kette hat den Abschlusswiderstand in ihrem freien Port.

  4. Lesen Sie die LEDs am CAN-Port der Ladestation ab. Eine LED blinkt, wenn der LMC Daten sendet. Eine zweite LED leuchtet dauerhaft, wenn die Kommunikation aufgebaut ist. Blinkt gar nichts, kommen entweder keine Nachrichten vom LMC an oder die Verkabelung ist falsch bzw. fehlt. Die LEDs sind nicht hell – schauen Sie genau hin.

  5. Messen Sie die Leitung, wenn die LEDs keine eindeutige Aussage liefern. Schalten Sie alle Ladestationen und den LMC stromlos (oder messen Sie am LMC-Ende mit abgezogenem LMC-Kabel) und messen Sie den Widerstand über den Bus:

    • Etwa 60–80 Ω, wenn alles angeschlossen ist und beide Abschlusswiderstände vorhanden sind – korrekt.

    • Etwa 120–140 Ω bedeutet, dass nur ein Abschlusswiderstand im Kreis ist.

  6. Prüfen Sie die Pins und die Schirmung. Die zwei üblichen Installationsfehler sind vertauschte Pins im RJ45-Stecker und eine unwirksame Schirmung in elektrisch gestörter Umgebung. Beachten Sie, dass ein geschirmtes Kabel mit Kunststoffsteckern überhaupt nicht schirmt – für einen durchgehenden Schirm sind Metallstecker nötig. Kurze Strecken kommen ohne Schirmung aus; lange Strecken und Strecken parallel zu Stromkabeln nicht.

  7. Prüfen Sie die Kabel selbst – nicht zu straff, nicht geknickt, vollständig eingesteckt. Fällt eine bestimmte Ladestation häufiger aus als die anderen, ist es ein legitimer Test, diese aus der Kette zu nehmen.

Zwei nützliche Hinweise

  • Laden funktioniert, Smart Charging nicht. Sofortladen hängt nicht vom LMC ab, daher lädt eine Ladestation mit unterbrochener CAN-Verbindung auf Anforderung trotzdem. Das wird regelmäßig als Smart-Charging-Fehler gemeldet, obwohl es ein Kommunikationsproblem ist.

  • Die Firmware-Versionen in der Standortansicht sehen falsch aus. Eine leere oder unplausible Firmware-Version ist ein Hinweis darauf, dass die Ladestation nicht mit dem LMC kommuniziert – nicht auf ein Firmware-Problem.

Wenn CAN funktioniert hat und dann ausgefallen ist

Entfernen Sie die Ladestation aus der LMC-Gruppe, warten Sie einen Moment und fügen Sie sie dann wieder hinzu. Das ist das Erste, was Sie nach jedem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen, Firmware-Update oder jeder Netzwerkänderung versuchen sollten.

Was Sie uns schicken sollten

Die Seriennummer des LMC, die Seriennummern der Ladestationen, was der Health Status meldet, welche Steuerkanäle an der Ladestation aktiviert sind und ob Sofortladen funktioniert. Mit diesen fünf Angaben können wir Ihnen meist ohne Rückfrage sagen, auf welcher Seite der Fehler liegt.

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